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Nachbarschaftshilfe

Kölsch Hätz Caritasverband für die Stadt Köln e.V.

Venloer Str. 277

50823 Köln

 

 

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Polizeiliches Führungszeugnis für Freiwillige

In der Vergangenheit wurden Führungszeugnisse immer dann aktuell, wenn es um Einstellungen
oder Projekte in besonders sensiblen Einsatzfeldern ging. Anlässlich schwerer Fälle von Kindes-
missbrauch und Kindesmisshandlung hat der Gesetzgeber Regelungen im Kinder- und Jugend-
hilfegesetz (SGB VIII) ingeführt, die nicht nur Hauptamtliche, sondern auch Ehrenamtliche betreffen.
Die Rechtsvorschrift verlangt die Überprüfung der persönlichen Eignung von Personen in der Kinder-
und Jugendhilfe (§72 a).

 

Das bedeutet, die öffentlichen Träger müssen durch Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses
ihrer Mitarbeiter/innen sicherstellen, dass sie keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechts-
kräftig wegen Kindesmissbrauchs oder anderer Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung ver-
urteilt wurden. Gleiches soll durch entsprechende Vereinbarungen mit Freien Trägern der Jugendhilfe gewährleistet werden. Diese Regelung wurde in der Stadt Köln und beim Caritasverband für die Stadt
Köln auch auf ehrenamtlich Tätige ausgedehnt. So müssen z.B. auch die Ehrenamtlichen von Kölsch
Hätz, die Kinder und Jugendliche begleiten, mit Lese Hätz das Lesen an Kölner Schulen fördern, ein
polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Ähnliches gilt für freiwilliges Engagement in städtischen
Kindertageseinrichtungen.

 

Freiwillige, die in diesen Feldern sich engagieren und nach einem Führungszeugnis gefragt werden,
sollten genau wissen, welches Führungszeugnis sie benötigen. Es gibt zwei Arten von Führungs-
zeugnissen: Das einfache Führungszeugnis und das erweiterte Führungszeugnis. Antragsteller/-
innen sollten im Vorfeld wissen, welches Führungszeugnis sie benötigen. Wir erwarten das
erweiterte Führungszeugnis, das bei Einstellungen oder z.T. auch bei freiwilligen Engagements
angefragt wird. Es wird nach Fertigstellung direkt nach Hause geschickt.

 

Beide Arten von Führungszeugnis können beim zuständigen Bürgeramt (Meldehalle) beantragt
werden. Normalerweise ist die Ausstellung eines Führungszeugnisses kostenpflichtig. Wer sich
ehrenamtlich engagiert und für dieses Engagement ein Führungszeugnis vorweisen muss, kann
sich eine Bescheinigung von der Einrichtung bzw. vom Träger ausstellen lassen. Bei Vorlage
dieser Bescheinigung wird das Führungszeugnis kostenlos ausgestellt.

 

Freiwillige, die sich im Rahmen von Kölsch Hätz Nachbarschaftshilfen engagieren und daher ein Führungszeugnis vorlegen müssen, erhalten eine Bescheinigung zur Vorlage beim Bürgeramt.

Als Konsequenz für Träger und Einrichtungen ergibt sich, dass ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Wahrnehmung und den Umgang mit den entsprechenden
Problemen qualifiziert und sensibilisiert werden. Vielerorts sind inzwischen Instrumente entwickelt
worden, die alternativ oder in Ergänzung zum polizeilichen Führungszeugnis eingesetzt werden
können: z.B. Selbstverpflichtungserklärungen, schriftliche Vereinbarungen, Entwicklung eines
„Ehrenkodex" oder z.B. die Durchführung von speziellen Qualifizierungs- und Kommunikations-
maßnahmen. 

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